Skitourenroute Kolbensattel

Am Kolbensattel gibt es einen eigens eingerichteten Skitourenweg – die "SportScheck-Route".

Kaum eine Wintersportart konnte in den letzten Jahren einen solchen Zuwachs verzeichnen wie das Skitourengehen. 

Dabei bieten sich die Skipisten am Kolbensattel ideal als Übungshänge an. Gut beschildert führt der Weg über 400 Höhenmeter von 850m auf 1.250m zur Kolbensattelhütte und sorgt mit Hinweisen und Sicherheits-Check für einen guten Überblick.

Die 2010 ins Leben gerufene Skitourenroute eignet sich auch perfekt als Testgelände für neues Equipment.

Durch die Nähe zur Landeshauptstadt ist Oberammergau ein ideales Ziel für die Feierabendrunde der Münchner Skitourenfans.

Skitourenabende

Besonders dienstags und donnerstags wird der Tourengeher auf der Kolbensattelhütte bis 23 Uhr kulinarisch verwöhnt. Sicher ist auch der Schnee, denn die Pisten am Kolbensattel wird ständig präpariert und falls nötig auch beschneit.

Der Skitourenweg am Kolbensattel

  • optimale Linienführung im Aufstieg
  • parallel zur Skipiste
  • durchgängig beschildert
  • komplett beschneit und präpariert
  • keine Kreuzungen
  • zwei Hüttenabende pro Woche: Immer Dienstag und Donnerstag an der Kolbensattelhütte bis 23:00 Uhr
  • Start ab Stufenparkplatz oder ab Talstation der Sesselbahn
  • Ab der Kolbensattelhütte befinden Sie sich im freien und ungesicherten Skigelände

 

Für die Kolbenlifte in Oberammergau gelten folgende Vereinbarungen:

  • An den "Einstiegen" in Talnähe werden Hinweistafeln für die Skitourengeher aufgestellt.
  • Die ausgewiesene Hauptaufstiegsroute führt kreuzungsfrei(!), immer am linken Pistenrand zur Kolbensattelhütte. Der Aufstieg ist gekennzeichnet und über die örtliche Presse bekannt gegeben.
  • Aufstiege über die Piste sind während den Betriebszeiten der Bahn (9.00 Uhr bis 17.15 Uhr) nicht erlaubt.
  • Aufstiege und Abfahrten erfolgen auf eigenes Risiko. Auf typische Gefährdungen durch Pistenarbeiten, zu jeder Tages- und Nachtzeit, sowie alpine Gefahren, insbesondere Lawinengefahr, muss jeder selbst achten. Eine Haftung wird nicht übernommen. Dies gilt für Skitouren in allen bayerischen Skigebieten.
  • Zur besseren Erkennung der Skitourengeher in der Dunkelheit wird darum gebeten, Stirnlampen zu tragen.

DSV-Tipps zum Verhalten gegenüber Pistenraupen

1.Eigenverantwortlichkeit des Pistenbenutzers
Mit dem Einsatz von Pistenraupen muss jederzeit auch während des Skibetriebs gerechnet werden. Der Pistenbenutzer soll bei seiner Spurwahl stets daran denken, dass die Geräte häufig bergwärts fahren, schwer lenkbar sind und der Fahrer das Gelände nicht immer rundum voll überblicken kann.

2. Abstand halten
Einer Pistenraupe, egal ob sie fährt oder steht, darf der Pistenbenutzer niemals zu nahe kommen. Er muss immer damit rechnen, dass sie plötzlich die Fahrtrichtung ändert, anhält oder rückwärts fährt. Der Sicherheitsabstand darf deshalb zur Vorder- und Rückseite 15 Meter, zu den Seiten 3 Meter nicht unterschreiten.

3. Nicht anhängen
Die Fahrmanöver der Pistenraupen sind unberechenbar. Anhängen ist lebensgefährlich!

4. Manchmal verdeckt
Pistenraupen müssen auch im nicht einsehbaren Gelände oder an Engstellen arbeiten. Dabei fahren sie oft bergwärts. Mit ihrem plötzlichen Auftauchen ist jederzeit zu rechnen. Der Pistenbenutzer muss deshalb auch zur eigenen Sicherheit stets auf Sicht fahren und Geländesprünge unterlassen.

5. Vorrang der Pistenraupen
Pistenraupen immer den Vorrang einräumen und zuerst passieren lassen. Der Pistenbenutzer muss im Zweifel in ausreichendem Abstand anhalten, bis das Gerät vorbei ist. Dies gilt vor allem im Bereich von Engstellen.

6. Am Steilhang Abrutschgefahr
Am steileren Hang kann die Pistenraupe ins Rutschen kommen. Der unterhalb befindliche Pistenbenutzer soll sie deshalb genau beobachten, großräumig Abstand halten und so schnell wie möglich ihren Arbeitsbereich verlassen.
Im Steilhang niemals oberhalb einer Pistenraupe queren. Bei einem Sturz besteht Gefahr, in das Gerät hineinzurutschen.

7. Bemerkbar machen
Wenn ein Pistenbenutzer nicht ausweichen kann (Sturz, Materialdefekt o. ä.), muss er sich dem Fahrer durch möglichst deutliche Zeichen bemerkbar machen. Wenn nötig, sollen andere Pistenbenutzer den Lenker warnen.

8. Gefahr nach Pistenschluss oder bei Pistensperre
Nach Pistenschluss oder bei Pistensperre finden Präparierungsarbeiten statt, bei denen die Geräte vielfach an über 1000 Meter langen Stahlseilen verankert sind. Wegen des oft unsichtbaren oder plötzlich empor schnellenden Seils besteht Lebensgefahr!

FIS-Regeln des Deutschen Skiverbandes- Stiftung Sicherheit im Skisport

DAV-Regeln für Skitourengeherauf Skipisten

Skipisten stehen in erster Linie den Nutzern der Seilbahnen und Lifte zur Verfügung.

  1. Aufstiege und Abfahrten erfolgen auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung.
  2. Aufstiege nur am Pistenrand vornehmen (FIS-Regel Nr. 7). Dabei hintereinander, nicht nebeneinander gehen. Auf den Skibetrieb achten.
  3. Besondere Vorsicht vor Kuppen, in Engpassagen, Steilhängen, bei Vereisung und beim Queren der Pisten. Keine Querungen in unübersichtlichen Bereichen.
  4. Keinesfalls gesperrte Pisten begehen. Lokale Hinweise und Routenvorgaben beachten.
  5. Größte Vorsicht und Rücksichtnahme bei Pistenarbeiten. Bei Einsatz von Seilwinden sind die Skipisten aus Sicherheitsgründen gesperrt. Es besteht Lebensgefahr!
  6. Frisch präparierte Skipisten nur in den Randbereichen befahren.
  7. Auf alpine Gefahren, insbesondere Lawinengefahr, achten. Keine Skitouren in Skigebieten durchführen, wenn Lawinensprengungen zu erwarten sind.
  8. Skitouren nur bei genügend Schnee unternehmen. Schäden an der Pflanzenund Bodendecke vermeiden.
  9. Rücksicht auf Wildtiere nehmen. Bei Dämmerung und Dunkelheit können Tiere empfindlich gestört werden. Hunde nicht auf Skipisten mitnehmen.
  10. Regelungen an den Parkplätzen sowie Parkgebühren respektieren. Umweltfreundlich anreisen.